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Verlag Traugott Bautzwww.bautz.de/bbkl
Band VII. (1994) Spalten 1514-1520 Autor: Raimund Lachner

REIMARUS, Hermann Samuel, Philosoph, Theologe und Orientalist im Zeitalter der Aufklärung, * 22.12. 1694 in Hamburg, + 1.3. 1768 in Hamburg. - R. studierte seit 1714 Theologie, Philosophie und Sprachen an der Universität Jena, wechselte 1716 an die Universität Wittenberg, an deren philosophischer Fakultät er 1719 aufgrund einer Arbeit über den Machiavellismus vor Machiavelli Adjunkt der Philosophie wurde. Ab Mai 1720 unternahm er Studienreisen nach Leiden, Oxford und London. Im Frühjahr 1722 kehrte er nach Wittenberg zurück, um dort zu lehren. Zwischen 1723 und 1727 wirkte er als Rektor an der Stadtschule zu Wismar, und wurde sodann 1727 Professor für orientalische Sprachen am Akademischen Gymnasium in Hamburg. Seine dortigen Lehrgegenstände waren die hebräische Philologie und die Philosophie. In dieser Zeit publizierte er u.a. einen Kommentar zur Hiob-Übersetzung von Adolph Hoffmann (1734), eine Biographie seines Schwiegervaters Johann Albrecht Fabricius (1737), eine Ausgabe des griechischen Historikers Dio Cassius (1750/52) und seine Vernunftlehre (1756 u.ö.). Diese Schriften verhalfen R. zu wissenschaftlichem Ansehen und brachten ihm 1761 den Ruf auf den Lehrstuhl für Orientalistik an der Universität Göttingen sowie die Berufung in die Petersburger Akademie der Wissenschaften ein. - Unter dem Einfluß Christian Wolffs und der englischen Deisten (Henry Saint-John Bolingbroke; John Toland u.a.) und in Abwehr der französischen Gegner der Auffassung einer natürlichen Religion (Julien-Offray de Lamettrie u.a.) lag R. daran, die Wahrheiten der natürlichen Religion zu vernünftiger Erkenntnis zu bringen. In diesem Sinne verfaßte er die Schrift »Die vornehmsten Wahrheiten der natürlichen Religion« (1754 u.ö.) sowie seine »(Apologie oder) Schutzschrifft für die vernünftigen Verehrer Gottes«; diesen Arbeiten verdankt R. letztlich seinen Platz in der Geistesgeschichte der Neuzeit. Zusammen mit seiner Vernunftlehre waren die genannten beiden Arbeiten als Teile eines großen Ganzen gedacht. Während seine Abhandlung »Die vornehmsten Wahrheiten der natürlichen Religion«, die die Hauptthemen jenes Teils der Metaphysik enthält, den die Schulphilosophie des 18. Jahrhunderts als »metaphysica specialis« bezeichnete, großen Anklang fand, wagte R. nicht, seine »Apologie«, die dennoch später als sein Hauptwerk bezeichnet wurde, zu veröffentlichen. Seine deistische Religions- und Offenbarungskritik wandte sich zwar zunächst gegen den Biblizismus der Orthodoxie, letztlich aber führte sie zur grundsätzlichen Negation des Offenbarungscharakters des Christentums. Als Maßstab für die Prüfung des Offenbarungscharakters des Christentums machte R. die natürliche Vernunft geltend. Der allergrößte Teil der »Apologie« ist der Auseinandersetzung mit dem AT und dem NT gewidmet. Den Offenbarungscharakter des AT lehnt R. aufgrund folgender Beobachtungen ab: Erstens zeigt sich ihm, daß die vermeintlichen Empfänger der göttlichen Offenbarung, Patriarchen, Richter, Könige, Priester und Propheten, keineswegs Boten einer seligmachenden göttlichen Offenbarung oder gar Werkzeug der Ausbreitung einer wahren Religion gewesen sein können; denn diese handelten aus Herrsch- und Habsucht und bemühten sich nicht um ein »ordentlich weltlich Regiment und überzeugliche Unterweisung der Jungen und Alten«, taten vielmehr alles dagegen, indem sie »alles, was man sittlich böse nennen kann und was selbst der natürlichen Religion ein Greuel ist« (I 678 f.), teils selbst begingen, teils anderen zu tun auftrugen. Der zweite Kritikpunkt betrifft die Wundererzählungen: Die alttestamentlichen Wundererzählungen - ausführlich diskutiert R. das Wunder vom Zug durch das Rote Meer - sind widersprüchlich. Vernünftige Menschen müssen daher zu dem Urteil gelangen, daß der erzählte Vorgang sich gar nicht so habe zutragen können, wie er berichtet wird. Drittens enthalten die Schriften des AT keine seligmachende Offenbarung, sondern sowohl moralisch als auch theologisch unzureichende Lehren, vor allem fehlt ihnen ein wesentlicher Religionsartikel, die Unsterblichkeit der Seele. Doch auch das NT bedenkt R. mit Kritik: Zuerst weist R. unter Rezeption vereinzelter religionskritischer Argumente der Aufklärungsphilosophie die damalige Schriftauslegung zurück, die das AT vom NT her verstand und in diesem Sinne zahlreiche alttestamentliche Weissagungen unkritisch auf Jesus hin interpretierte; demgegenüber betont R., daß die Weissagungen des AT nicht oder nur gewaltsam auf Jesus zu beziehen seien. Zweitens trennt R. die Lehre Jesu von der Lehre der Apostel. Jesus lehrte eine »natürliche, vernünftige und praktische Religion«, die Apostel hingegen eine übernatürliche. Während Jesus von einem messianischen Selbstbewußtsein erfüllt die Nähe des Gottesreiches verkündete (eschatologisches »Systema«) und später am unausweichlichen Kreuz seine Illusionen erkannte, entwickelten die Apostel, nachdem sie den Leichnam Jesu gestohlen und danach die Auferstehung und die Himmelfahrt Jesu erfunden hatten, ein eigenes, apokalyptisches »Systema«, Christologie und Soteriologie, in deren Zentrum die Hoffnung auf die baldige Parusie stand. Aufgrund dieser seiner Beobachtungen gelangt R. zu dem Ergebnis, daß das Christentum keineswegs eine geoffenbarte Religion, sondern vielmehr eine Erfindung des Menschen sei. Daher lehnt er nicht nur einzelne Lehren und Dogmen, sondern das gesamte positive Christentum ab. Wenn er trotzdem von der Notwendigkeit der Religion spricht, so meint er damit allein die natürliche Religion, die er nicht mehr im Sinne der praeambula fidei, sondern als gänzlich eigenständig begreift. Obgleich R. seine »Apologie« in einem Zeitraum von etwa drei Dekaden immer wieder überarbeitete, nahm er nur hinsichtlich einiger Details Veränderungen vor; der Grundaussage seiner Religions- und Offenbarungskritik hingegen, daß alle Ansprüche auf eine übernatürliche Offenbarung unbegründet und alle positive Religion demzufolge abzulehnen sei, bleibt er stets treu. - Nach R.'s Tod gelangte Gotthold Ephraim Lessing wohl über einen Sohn des R. in den Besitz einer früheren Fassung der »Apologie«. Um die Familie R.'s vor Angriffen zu schützen, veröffentlichte Lessing zwar einige Teile der Handschrift, gab aber vor, es handle sich um eine Handschrift aus der Bibliothek von Wolfenbüttel, die er seit 1774 verwaltete; auf dieser Mitteilung Lessings gründet die Bezeichnung »Wolfenbütteler Fragmente«. Einen ersten Teil aus dem ersten Buch konnte Lessing schon 1774 unter dem Titel »Von Duldung der Deisten« publizieren. 1777 ließ er in den »Beiträgen zur Geschichte und Litteratur aus der Herzoglichen Bibliothek zu Wolfenbüttel« weitere fünf Fragmente drucken: »Von Verschreiung der Vernunft auf den Kanzeln«, »Unmöglichkeit einer Offenbarung, die alle Menschen auf eine gegründete Art glauben könnten«, »Durchgang der Israeliten durchs Rote Meer«, »Daß die Bücher des AT nicht geschrieben wurden, eine Religion zu offenbaren« sowie »Ueber die Auferstehungsgeschichte«. Ein Jahr später erschien das siebente Fragment unter dem Titel »Von dem Zwecke Jesu und seiner Jünger«. Noch 1787 gab der Berliner Prediger Andreas Riem »Uebrige noch ungedruckte Werke des Wolfenbüttlischen Fragmentisten« mit Teilen aus der Kritik am AT heraus. Eine vollständige Ausgabe der »Apologie« liegt allerdings erst seit 1972 vor. - Nachdem die Publikation des ersten Fragmentes weitgehend unbeachtet geblieben war, verursachten die Veröffentlichungen von 1777 und 1778 die wohl größte theologische Kontroverse im Deutschland des 18. Jahrhunderts, den sogenannten »Fragmentenstreit« (Johann Melchior Goeze; Johann Salomo Semler u.a.), in dem es zunächst um die Verfasserschaft der Fragmente ging (erst als Johann Albert Hinrich Reimarus 1814 die vollständige Handschrift der »Apologie« der Hamburger Bibliothek vermachte, bestand Sicherheit über den Namen des Fragmentisten), der aber in der Auseinandersetzung um die Sache zeigte, daß manche der von R. angegriffenen Positionen von zahlreichen damaligen Theologen gar nicht mehr vertreten wurden. Dennoch ist festzuhalten, daß R.'s Fragment »Von dem Zwecke Jesu und seiner Jünger« als Ausgangspunkt für die nachfolgende Leben-Jesu-Forschung diente und daß die »Apologie« als ganze erhebliche Impulse für die historisch-kritische Arbeit an den Schriften des AT und des NT setzte.

Werke: Dissertatio schediasmati de Machiavellismo ante Machiavellum praemissa qua sibi locum inter ampliss. philosophorum ordinis assessores benevole concessum vindicat ..., 1719; Vindicatio dictorum Veteris Testamenti in Novo allegatorum, 1731 (neu hrsg. v. Peter Stemmer 1983); Johann Adolf Hoffmanns neue Erkl. des Buches Hiob, darin das Buch selbst aus der Grund-Sprache mit dem darin liegenden Nachdr. ins Teutsche übersetzet ..., 1734; Cassii Dionis Cocceiani Historiae Romanae quae supersunt, 1751-1752; Die [ab 17815: Abhh. v. den] vornehmsten Wahrheiten der natürlichen Rel. in zehn Abhh. auf eine begreifliche Art erkläret und gerettet, 1754, 17552, 17663; Die Vernunftlehre als eine Anweisung z. richtigen Gebrauche der Vernunft in der Erkenntniß der Wahrheit aus 2 ganz natürlichen Regeln der Einstimmung und des Widerspruchs hergeleitet, 1756 (neu hrsg. v. Frieder Lötzsch, 2 Bde., 1979); Allgemeine Betrachtungen über die Triebe der Thiere, hauptsächlich über ihre Kunst-Triebe: Z. Erkenntniß des Zusammenhanges der Welt, des Schöpfers und unserer selbst, vorgestellet, 1760, 1762 (neu hrsg. v. Jürgen Kempski, 2 Bde., 1982); Vorrede z. Schutzschr. f. die vernünftigen Verehrer Gottes (als Faksimile neu hrsg. 1967); (Apologie oder) Schutzschrifft für die vernünftigen Verehrer Gottes (neu hrsg. v. Gerhard Alexander, 2 Bde., 1972); Fragmente eines Wolfenbüttelschen Ungenannten, 1774-1778. Weitere Werke bei Wilhelm Schmidt-Biggemann (Hrsg.), H. S. R. Handschriftenverz. und Bibliogr. Zusammengestellt und eingel., 1979, 47-78; a.a.O. 81 f.

Bibliographie: Ausgaben: Die Joachim Jungius-Ges. in Hamburg und die Lessing-Akademie in Wolfenbüttel erarbeiten derzeit gemeinsam eine krit. Ausg. der Gesammelten Werke von R.

Lit.: Johann Heinrich Nölting, Rede am Gedächtnistag des Todes v. H. S. R., 1769; - C. A. E. Schmidt (Hrsg.), Uebrige noch ungedr. Werke des Wolfenbüttlischen Fragmentisten. Ein Nachlaß v. Gotthold Ephraim Leßing, 1787; - David Friedrich Strauß, Barthold Heinrich Brockes und H. S. R., in: Ders., Kleine Schrr. biographischen, literar- und kunstgeschichtlichen Inhalts, 1862, 1-22, sowie in: Ders., Gesammelte Schrr. (hrsg. v. Eduard Zeller), II, 1876, 1-16; - Ders., H. S. R. und seine Schutzschr. f. die vernünftigen Verehrer Gottes, 1862; - Karl Mönckeberg, H. S. R. und Johann Christian Edelmann, 1867; - Karl Christoph Scherer, Das Tier in der Philos. des H. S. R. Ein Btr. z. Gesch. der vergleichenden Psychologie (Diss. Würzburg), 1898; - Ders., Der Biologisch-psychologische Gottesbeweis bei H. S. R. Eine philosophie-geschichtliche Stud., 1899; - Rudolf Schettler, Die Stellung des Philosophen H. S. R. z. Rel. (Diss. Leipzig), 1904; - Benedict Brandl, Die Überlieferung der »Schutzschr.« des H. S. R., 1907; - Hermann Richardt, Darst. der moralphilos. Anschauungen des Philosophen H. S. R. (Diss. Leipzig), 1907; - Joseph Engert, H. S. R. als Metaphysiker. Ein Btr. z. Gesch. der Metaphysik, 1908; - Ders., Der Deismus in der Religions- und Offenbarungskritik des H. S. R., 1916; - Hans von Müller, H. S. R. und seine »Schutzschr.« in der Bibliogr., in: ZBlfBibl 33 (1916) 110-117; - Hermann Köstlin, Das religiöse Erleben b. H. S. R. und J. S. Semler (Diss. Tübingen 1914), 1919; - Wilhelm Caspari, R. über at. Literaturgesch. Vortr. des Dt. Orientalistentages in Hamburg, 30. September 1926, in: ThBl 5 (1926) 273-280; - A. Meyenberg, Leben Jesu-Werk, II, 1926, 188-206; - August Christian Lundsteen, H. S. R. und die Anfänge der Leben-Jesu-Forsch., 1939; - Heinrich Sieveking, H. S. R. 1694-1768, in: Zeitschr. des Ver. f. Hamburgische Gesch. 38 (1939) 145-182; - Max Loeser, Die Kritik des H. S. R. am AT (Diss. masch. Berlin), 1941; - Pierre Grapin, La théologie naturelle de R., 1951; - Albert Schweitzer, Gesch. der Leben-Jesu-Forsch., 19516, 13-26; - Henning Graf Reventlow, Die Auffassung vom AT b. H. S. R. und Gotthold Ephraim Lessing, in: EvTh 25 (1965) 429-448; - Ders., Das Arsenal der Bibelkritik des R.: Die Auslegung der Bibel, insbes. des AT, b. den englischen Deisten, in: R., H. S. (1694-1768). Ein »bekannter Unbekannter« der Aufklärung in Hamburg. Vortrr., gehalten auf der Tagung der Joachim Jungius-Ges. der Wissenschaften in Hamburg am 12. und 13. Oktober 1972, 1973, 44-65; - Heinrich Buhr, R. - Der König der Juden, in: Motive des Glaubens. Eine Ideengesch. des Christentums in achtzehn Gestalten, 1968, 118-127; - Gerhard Alexander, Einl. in die Apologie oder Schutzschr. f. die vernünftigen Verehrer Gottes v. H. S. R., I, 1972; - Ders., Die Sprache des R., in: R., H. S. (1694-1768). Ein »bekannter Unbekannter« der Aufklärung in Hamburg. Vortrr., gehalten auf der Tagung der Joachim Jungius-Ges. der Wissenschaften in Hamburg am 12. und 13. Oktober 1972, 1973, 128-147; - Ders., Das Verständnis des Menschen b. H. S. R., in: Wolfenbütteler Stud. z. Aufklärung, I, 1974, 47-68; - Ders., H. S. R. und Moses Mendelssohn, in: Wolfenbütteler Stud. z. Aufklärung, IV, 1978, 187-209; - Ders., Neue Erkenntnisse der »Apologie« von H. S. R., in: Zeitschr. des Ver. f. Hamburgische Gesch. 65 (1979) 145-159; - Joachim Desch, Lessings `poetische' Antwort auf die Reimarusfragmente, in: R., H. S. (1694-1768). Ein »bekannter Unbekannter« der Aufklärung in Hamburg. Vortrr., gehalten auf der Tagung der Joachim Jungius-Ges. der Wissenschaften in Hamburg am 12. und 13. Oktober 1972, 1973, 75-95; - Günter Gawlick, Der Deismus als Grundzug der Religionsphilos. der Aufklärung, in: A. a. O., 15-43; - Ders., H. S. R., in: Gestalten der KG VIII (hrsg. v. Martin Greschat), 1983, 299-311; - Heinz Mosche Graupe, Juden und Judentum im Zeitalter des R., in: R., H. S. (1694-1768). Ein »bekannter Unbekannter« der Aufklärung in Hamburg. Vortrr., gehalten auf der Tagung der Joachim Jungius-Ges. der Wissenschaften in Hamburg am 12. und 13. Oktober 1972, 1973, 113-127; - Jürgen v. Kempski, Spinoza, R., Bruno Bauer - drei Paradigmen radikaler Bibelkritik, in: A.a.O., 97-112; - Werner Kraus, Gottsched als Übersetzer frz. Werke, in: A. a. O., 66-74; - Wolfgang Walter, Eröffnungsansprache, in: A.a.O., 7-14; - Ders. u. Ludwig Borinski (Hrsg.), Logik im Zeitalter der Aufklärung. Stud. z. »Vernunftlehre« v. H. S. R., 1980; - Julian Jaynes u. William Woodward, In the shadow of the enlightenment: I. R. against the Epicureans: I. R. and his theory of drives, in: Journal of the history of the behavioral sciences 10 (1974) 3-15. 144-159; - Hans-Werner Müsing, H. S. R. (1694-1768) und seine Religionskritik an Hand eines unveröffentlichten Ms., in: Zeitschr. des Ver. f. Hamburgische Gesch. 62 (1976) 49-80; - Fausto Parente, La storicizzazione della figura di Gesu' e l'opera di H. S. R., in: Annali della Scuola Normale Superiore di Pisa. Classe di lettere e filosofia Ser. III 6 (1976) 147-208; - Franklin Kopitzsch, Ein Streit um H. S. R. - ein Jh. nach den »Fragmenten eines Ungenannten«, in: Ders. u.a. (Hrsg.), Stud. z. Sozialgesch. des MA und der frühen Neuzeit, 1977, 225-257; - Harald Schultze, Religionskritik in der dt. Aufklärung. Das Hauptwerk des R. im 200. J. des Fragmentenstreites, in: ThLZ 103 (1978) 706-713; - Else Nalravens, H. S. R. und G. E. Lessing: Zwei Richtungen v. Aufklärung in Dtld., in: Tijdschrift voor de studie de verlichting 10 (1982) 57-83; - Peter Stemmer, Weissagung und Kritik. Eine Stud. z. Hermeneutik b. H. S. R., 1983; - Harald Staffahn, Gelehrtenstreit. Berühmte Kontroversen. II: Skandal um Jesus v. Nazareth. R. - Lessing - Goeze, in: Damals. Zeitschr. f. geschichtliches Wissen 17 (1985) 157-167; - Frieder Lötzsch, Was ist »Ökologie«? H. S. R. Ein Btr. z. Geistesgesch. des 18. Jh., 1987; - William Bochart, Politik und Religion. Stud. z. Fragmentenstreit (R., Goeze, Lessing), 1988; - Manfred Höfer, Zwei aufklärerische Zivilisationsauffassungen im Vorfeld v. Frz. Rev. und dt. Idealismus. Vergleichende Bemerkungen z. H. S. R. und J.-J. Rousseau, in: WZ Jena. Gesellschaftswiss. R. 37 (1988) 526-531; - ADB XXVII, 702-704; - RE VI, 136-141; - Grabmann, GkTh 206; - Hirsch IV, 144-152; - EC X, 672; - Kosch, LL III, 2191; - ODCC 1148; - DE III, 470; - RGG3 V, 937 f.; - LThK VIII, 1137 f.; - NewCathEnc XII, 212.

Raimund Lachner