Deismus (von lateinisch deus: Gott), eine rationalistische Religionsphilosophie, die ihre Blütezeit im 17. und 18. Jahrhundert insbesondere in England hatte. Allgemein vertraten die Deisten die Ansicht, daß eine gewisse Art religiöser Kenntnis (die manchmal als natürliche Religion bezeichnet wird) entweder jedem Menschen innewohnt oder durch die Vernunft zu erlangen ist. Die Gültigkeit religiöser Behauptungen, die auf Offenbarung oder den bestimmten Lehren einer Kirche beruhen, verneinten sie jedoch.
Der Deismus entwickelte sich in England zu einer wichtigen religiösen und philosophischen Weltanschauung. Die berühmtesten Deisten des 17. Jahrhunderts waren Edward Herbert, John Toland und Charles Blount. Sie alle vertraten eine Vernunftreligion und wandten sich gegen die übernatürlichen oder irrationalen Elemente in der jüdischen und der christlichen Tradition.
Der Deismus und seine Kritik an Fanatismus und Intoleranz hatte starken Einfluß auf die britischen Philosophen John Locke und David Hume. In Frankreich wurde Voltaire zu einem besonders wirkungsvollen Verfechter des Deismus, dessen rationalistische Kritik an der Kirche und den Wundergeschichten der Bibel noch schärfer war als die der Briten. Doch auch er hielt an dem Glauben an die Existenz einer Gottheit fest. Abwandlungen des Deismus, von denen sich einige dem Atheismus annäherten, wurden auch von vielen anderen berühmten Persönlichkeiten der europäischen Aufklärung vertreten.
Ende des 18. Jahrhunderts gewann der Deismus auch in Amerika an Einfluß. Dort waren Benjamin Franklin, Thomas Jefferson und George Washington Vertreter einer deistischen Weltanschauung. Die bekanntesten amerikanischen Deisten waren Ethan Allen und Thomas Paine.
 Elemente der deistischen Vorstellungen sind in den Unitarismus, den Modernismus und in andere moderne religiöse Richtungen eingegangen.
Siehe auch Rationalismus.

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Theismus (griechisch théos: Gott), der Glaube an einen persönlichen, transzendenten Gott, der die Welt geschaffen hat, sie erhält und lenkt. Der direkte Gegensatz zum Theismus ist der Atheismus. Der Theismus unterscheidet sich vom Polytheismus, der mehrere Götter anerkennt; vom Pantheismus, der die Existenz eines persönlichen Gottes bestreitet und Gott mit dem Universum gleichsetzt; vom Agnostizismus, der behauptet, daß Gott nicht erkannt werden könnte und auf jedes Urteil über seine Existenz verzichtet; und vom Deismus, der zwar die Existenz eines Gottes anerkennt, seine Gegenwart im weltlichen Leben jedoch bestreitet.

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